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Liebe auf Be-Stellung (ein Planetenstellen und seine unerwarteten Folgen)

In den letzten Jahren besuchte ich zwecks Erfahrungsaustausch hin und wieder die Meetings einer Gruppe von Astrologinnen. Bei diesen Meetings wurde von Zeit zu Zeit das PLANETENSTELLEN durchgeführt, eine Art astro-therapeutische Technik, die an die Familienaufstellung von BERT HELLINGER angelehnt ist.  Ich stand diesem Planetenstellen zunächst etwas reserviert gegenüber, da ich ihm nicht viel abgewinnen konnte und das Ganze eher für einen esoterischen Spleen hielt. Dennoch musste ich im Laufe der Zeit die Erfahrung machen, dass das Planetenstellen auf meine Psyche sowie auf mein Verhältnis zu den Teilnehmerinnen eine mitunter recht gravierende, teils körperliche Wirkung hatte.

Bei einem dieser Planetenstellen passierte eines Tages folgendes:

Die Initiatorin legte das Horoskop einer Teilnehmerin kreisförmig auf dem Boden aus und bat dann nach und nach die anderen Teilnehmer darum, den jeweils zugewiesenen Planetenstandort einzunehmen und die daraus folgende Befindlichkeit zu beschreiben.
In Kürze erklärt, sah dies in etwa folgendermaßen aus: Teilnehmerin A betrat den Kreis und nahm die Position des Mondes ein. Daraufhin beschrieb sie ihre Befindlichkeit. Nun betrat die zweite Teilnehmerin (B) den Kreis und nahm die Position Plutos ein. Beide Teilnehmerinnen beschrieben nun ihre Befindlichkeit sowie ihr Verhältnis zueinander. Irgendwann kam auch ich in den Kreis, nahm die Position der Venus ein – warum auch immer – und beschrieb meine Befindlichkeit sowie mein Verhältnis zu Mond (Teilnehmerin A) und Pluto (Teilnehmerin B). Und umgekehrt beschrieben auch A und B ihr Verhältnis zu mir. Bis zu diesem Zeitpunkt ereignete sich noch nichts Bedeutendes, außer, dass A und B eine gewisse Sympathie füreinander empfanden.

Doch dann schlug eine Teilnehmerin vor, ich solle die Position der Venus verlassen und die Position Plutos einnehmen. Dies tat ich dann auch, worauf sich meine körperliche und seelische Befindlichkeit derart änderte, dass ich mich sehr lebendig und vital fühlte. Da ich nun als Nächstes mein Verhältnis zur Teilnehmerin A (Mond) beschreiben sollte, schaute ich zu ihr hinüber. Ein offenes und sehr sympathisches Lächeln lag auf ihrem Gesicht und während ich sie ansah, geschah etwas Wunderbares. Wie durch eine plötzlich geöffnete Tür, strömte ein Gefühl unermesslicher Liebe in meine Brust und erfüllte mich mit leidenschaftlichem Glück. Diese Liebe, dieses Glück, diese Leidenschaft waren so vollkommen und rund, wie ich es nie erlebt hatte. Gleichzeitig wusste etwas in mir, dass diese Gefühle nichts mit der jetzigen Frau zu tun hatten, die mir hier und heute gegenüberstand, und sie hatten auch nichts mit der Person zu tun, die ich bis zu diesem Moment gewohnt war, zu sein. Mein gewohntes (kleines) ICH war wie ein sich wundernder, urteilender Gastgeber, der diesem anderen, unermesslich großen Teil die Tür aufhielt. Ich konnte mich kaum beherrschen, so stark fühlte ich mich zu dieser Frau hingezogen. Und schließlich wollte ich mich auch nicht mehr beherrschen. Ich lief zu ihr hinüber und schloss sie leidenschaftlich in die Arme und wünschte alle anderen Teilnehmerinnen augenblicklich dorthin, wo der Pfeffer wächst, nur um mit dieser Frau alleine zu sein.

Ich möchte nun nicht die Liebestragödie beschreiben, die sich im weiteren Verlauf des Planetenstellens ergab, sondern lediglich erwähnen, dass dieses immense Liebesglück etwa 10 Minuten lang anhielt, bis es von den anderen Teilnehmerinnen zerredet und dadurch zerstört wurde. Jedoch blieb die Tür in mir noch tagelang einen kleinen Spalt geöffnet, durch den ein Hauch jener großen Liebe hereindrang, die ich erlebt hatte. Und manchmal schien es mir auch so, als gäbe es eine Möglichkeit, diese Tür nach Belieben zu öffnen und zu schließen.

Erwähnenswert ist noch, dass die Liebe nicht einseitig war, sondern auch in Teilnehmerin A ganz ähnliche Gefühle mir gegenüber ausgelöst wurden. Man könnte also sagen, wir hatten während des Planetenstellens eine Liebesbeziehung. 

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