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Schneewittchen - Versuch einer psychologischen Deutung

Keine Angst,

ich werde den Vatan nicht mehr reanimieren. Wollte nur noch einmal darauf Bezug nehmen. Habe dort irgendwo gelesen, wenn es im Märchen heißt, dass *hinter den 7 Bergen* etwas Wertvolles zu finden ist, dann bezieht sich der Schreiberling damit auf die 7 Bewusstseinsebenen des Menschen. Da mir diese Behauptung im Hinblick auf Schneewittchen als völlig unsinnig erschien, hab ich mal ein bisschen nachgeblättert und fand in einem Buch über Symbolik unter der Überschrift *Sieben Berge* die Erklärung, dass Berge Metalle bedeuten. Diese Erklärung erscheint mir allerdings ebenso unsinnig wie die vatanische, da die alchemistischen Metalle ja lediglich wieder Symbole für etwas anderes sind. Also stehen die sieben Berge nicht für die sieben alchemistischen Metalle, sondern beide – Berge und Metalle – stehen für irgendetwas anderes. Aber wofür? Bei meiner Recherche im Internet über die tiefenpsychologische Deutung von Schneewittchen wurde ich auch nicht schlauer. Meine Vermutung:

Sind diese sieben Berge nicht einfach Entwicklungsstufen, die Schneewittchen in seinem bisherigen Leben durchlebte? Der Berg entspricht ja dem Planeten Saturn und der braucht, um 7 ganze Tierkreiszeichen zu durchlaufen, etwa 16,5 Jahre. *Siebzehn Jahr, blondes Haar, so stand sie vor … Udo Jürgens*. Ja, die 17 ist wohl eine magische Zahl im Alter einer Frau, wenn man den Schlagerschnulzen glauben will. Und nach dem siebten Abschnitt (Waage) beginnt der achte (Skorpion). Und worum geht es beim Skorpion u.a.? Um Sexualität, Tod und (Ent-)Bindung. Passt irgendwie zur Geschichte. Allerdings möchte ich nicht so weit gehen zu behaupten, dass die Zipfelmützen der Zwerge Kondome seien und die Zwerge das, was gewöhnlich drunter steckt.

Einschub: In meinen Vatan-Beiträgen hab ich in der Deutung des Wotan-Runen-Liedes die Zahl 9 als Zahl der Vollendung erwähnt. Um 9 Zeichen vollständig zu durchlaufen benötigt der Saturn ca. 21 Jahre. Und das war früher das Alter der Volljährigkeit. Nicht verwunderlich, da der Saturn nach 21 Jahren am Beginn des 10. Entwicklungsabschnitts steht. Und das entspricht dem Zeichen Steinbock (=Reife).

Frage an Euch: Was bedeuten die sieben Berge in diesem Märchen Eurer Meinung nach?
 
Und nun zum Garten des Vatan. Dass ich diesen Garten für wenig sinnvoll halte habe ich ja bereits geschrieben. Ich überlegte deshalb, ob es eine praktikablere Möglichkeit gibt, in ähnlicher Weise mit dem Garten zu arbeiten, wie es im Vatan beschrieben wird. Deshalb tauschte ich den m.E. nutzlosen vatanischen Lebensbaum gegen ein anderes System aus. Nämlich dem eigenen Horoskop. Der Eingang des Gartens ist das 1. Haus, der Gartenzaun ist das 2. Haus, die Wege im Garten sind das 3. Haus, Wasserläufe und Gartenteiche sind das 4. Haus, die Gartengestaltung und der Spielplatz sind das 5. Haus, der Geräteschuppen ist das 6. Haus, usw.
In dem Garten stehen Figuren bzw. Skulpturen, die den Planeten entsprechend gestaltet sind. Steht im 1. Haus die Sonne, findet sich im Eingangsbereich beispielsweise eine Apollo-Skulptur. Steht im 5. Haus Saturn, dann befindet sich vor dem Spielplatz eine Wächterfigur o.ä.
Die Zeichen, in denen die Häuserspitzen und die Planeten stehen zeigen an, wie die Bereiche des Gartens und die Figuren gestaltet sind. Steht die 2. Hausspitze im Zeichen Fische, dann hat der Garten keinen Zaun. Oder der Gartenzaun besteht nur aus Spinnweben. Steht die 5. Hausspitze und der Saturn in 5 im Zeichen Widder, dann ist der Spielplatz ein Abenteuerspielplatz und der Wächter vor dem Spielplatz ist z.B. ein Krieger oder er ist rot angestrichen. Diese Beispiele sollen mal genügen, damit Ihr Euch vorstellen könnt, was ich meine. Es handelt sich quasi um Garten-Feng-Shui auf Abendländisch.

Mario

Hallo Deza,

Du solltest Dich umbenennen in Tesa. Dein Beitrag blieb haften.

Dass die Zwerge u.a. mit der Suche nach inneren Schätzen zu tun haben und der Wald mit dem Unterbewusstsein, hatte ich schon vermutet. Mir fehlt aber der große Zusammenhang. Also eine komplette Deutungsgeschichte, die in sich stimmig und rund ist.
Deine Verbindung Hel und Helm – einfach genial. Beides leitet sich ab von *verbergen*. Also die Suche nach Verborgenem. Und in dem *verbergen* stecken die *Berge* auch drin. Deza, Du bist ein Genie.
Die klassische Astrologie kannte ja auch nur 7 Planeten (Planeten im Sinne der Astrologie, nicht der Astronomie).
Und gab es früher nicht auch eine *Berge*, eine Vorrichtung, die etwas verbirgt? Wenn die gemeint wäre, würde es auch heißen *hinter den 7 Bergen*. Wie auch immer – hinter den 7 Bergen sind vermutlich 7 *verborgene* Schätze, die man *bergen* kann, wenn man tief genug schürft und nach Innen geht. Die Berge sind ja saturnisch und ich glaube, die Zwerge auch. Und die Werke sind es ebenfalls. Sogar die Särge.

Ich würde sagen, Du hast den Amanita-Orden verdient. Wenn Du so gut Worte deuten kannst, klick doch mal auf URSPRACHE.   

Hallo Werdandi,
wenn ich mal ganz oberflächlich deute, würde ich sagen:
Da ist eine Mutter, die wünscht sich unbedingt eine Tochter. Aber nicht irgendeine, sondern eine genau nach ihren Vorstellungen. Das heißt, sie liebt ihre Vorstellung von einer Tochter, nicht die Tochter selbst. Ist es da nicht folgerichtig, dass Schneewittchen mit einer Stiefmutter aufwächst, die ihr die Luft abschnürt (Gürtel), die sie angiftet, weil sie sich nicht nach ihren Vorstellungen entwickelt (Kamm) und ihr Dinge zu schlucken gibt (Apfel), die sie quasi wieder auskotzen muss, um zu leben?

Ciao
Mario

Hallo Lisa,
das mit den Körperzellen ist korrekt. Interessanterweise hat auch Uranus, der Planet der Erneuerung, einen 7-Jahres-Rhythmus. Er wechselt etwa alle 7 Jahre das Zeichen.

Hallo Dieter,
noch ein paar Assoziationen zur Hel und Helm und verbergen.

Die *Hölle* ist logischerweise auch mit *verbergen* verwandt.
Außerdem hieß die *Hölle* früher *Helle*, was Du, glaube ich, schon mit dem inneren Licht angedeutet hast.
Keinen *Hehl* daraus machen heißt, etwas nicht *verbergen*.
Und die *Halle* bedeutet ebenfalls *verbergen* und *verhüllen*.

Und was ist mit Frau Holle?

Ciao
Mario

Was tun die Zwerge?
Sie schmieden kunstreich.
Sie suchen Erz (also Metalle).
Sie brechen das Gold aus dem Berg.

Schmieden bedeutet, etwas mit Hilfe des Feuers (Willen) zu formen.
Metalle sind seit jeher kostbare Rohstoffe. Die Zwerge holen also das Kostbarste aus dem Inneren, dem Verborgenen.
Das Kostbarste dieser Kostbarkeiten ist das Gold.

Welche Fähigkeit des Menschen oder welcher Teil der menschlichen Psyche steht also für den Zwerg? Ist es vielleicht die Fähigkeit, in kleinen Schritten im Verborgenen oder dem eigenen Inneren große Werke zu vollbringen? In mühevoller Kleinarbeit seine inneren Schätze ans Licht zu befördern? Seine Anlagen (Rohstoffe) hervorzuholen und kunstfertig zu schmieden (formen)?

Mario

Und Scheiße ist das ehrlichste Kunstwerk, das wir schaffen können, denn:
Drücken wir damit nicht das, was wir in uns umgewandelt haben, im wahrsten Sinne des Wortes aus? So wie ein Maler seine Tube ausdrückt und ein Bildhauer Skulpturen formt? Und kommen diese Skulpturen nicht aus unserer eigenen Hölle, aus dem Reich der Hel? Und scheißt nicht auch der Goldesel Golddukaten? So wie Frau Holle Gold auf Goldmarie scheißt und damit für sie zum Geldscheißer wird? Und war nicht auch schon Dali fasziniert von der Beziehung zwischen Scheiße und Gold? Und was hat der Heller (Hel-ler) mit dem goldscheißenden Goldesel zu tun und mit der Hel? Und sind Probleme eigentlich deshalb Scheiße, weil sie sich in Gold (Geld) verwandeln, wenn man sie für andere löst? Hel-Au!

Mario

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