01_Feuer.JPG02_Feuer.JPG03_Feuer.JPG04_Feuer.JPG05_Wasser.JPG06_Wasser.JPG07_Wasser.JPG08_Wasser.JPG09_Wasser.jpg10_Wasser.JPG11_Wasser.JPG12_Wasser.JPG13_Wasser.JPG14_Wasser.JPG15_Wasser.JPG16_Wasser.JPG17_Wasser.JPG19_Wasser.JPG20_Steine.JPG21_Steine.JPG22_Bergkette.JPG24_Fels.JPG26_Steinhaus.JPG27_Tuer.JPG28_Weg.JPG29_Moewe.JPG

VATAN - Der Pfad des Nordens, Teil 1

Meine Beurteilung des VATAN - Der Pfad des Nordens, Teil 1

Die Werdandi-Bibel und die mysteriöse letzte Seite des Papa Amanita

Würzburg, 12.Oktober2006, kurz vor 15 Uhr
Mario betritt den würzburger Hugendubel, um sich einem zweifelhaften Selbstversuch zu unterziehen. Er hat sich vorgenommen, das Geheimnis um die mysteriöse letzte Seite des Vatan, der heiligen Werdandi-Bibel, zu lüften. Wird es ihm gelingen? Oder wird er daran verzweifeln? Noch ist alles offen.

Ganz kurz vor 15 Uhr
Mario hält das Buch in Händen und liest zu allererst die allerletzte Seite -  quasi den Umschlag – und findet … NICHTS.
Er blättert eine Seite, zwei Seiten, drei Seiten, vier, fünf, sechs, sieben Seiten zurück und findet immer noch nichts. Doch da! Die 8. Seite enthält das NACHWORT … mit der unter allen Nägeln brennenden Frage:
*Gibt es den Vatan wirklich, oder handelt es sich dabei um eine Erfindung?*

Kurzes Kopfkratzen und breites Grinsen. Na ja, würde Mario sagen, wenn man das als *wirklich* bezeichnet, was *wirkt*, dann gibt es den Vatan wirklich. Denn seine Wirkung ist ja offensichtlich. Was natürlich nicht ausschließt, dass er gleichzeitig AUCH eine Erfindung ist. Und da stolpert Mario schon wieder über dieses Wörtchen *oder*. Vermutlich meint der Autor aber mit *wirklich* eher *geschichtlich*. Und wahrscheinlich auch *auf der physischen Ebene existent*. Doch damit hält sich Mario jetzt nicht lange auf, denn er muss entscheiden, ob es sich lohnt, das Buch zu kaufen. Also blättert er zurück zum Kapitel 5, zu jenem Garten also, den Werdandi so ganz nebenbei fallen ließ, wie feine Damen in früheren Zeiten das berühmte Taschentuch. Ein Lockvogel quasi, wie die mysteriöse letzte Seite.

Um die Sache abzukürzen: Mario hat sich in den finanziellen Ruin gestürzt und das Buch gekauft, um sogleich das Garten-Kapitel komplett zu lesen. Dabei bekam er folgenden Eindruck:

Die Autoren des Buches scheinen etwas von der Materie zu verstehen. Es sieht so aus, als hätten sie Erfahrungen aus der spirituellen Praxis verarbeitet und aus dem Verarbeiteten etwas auf kreative Art neu entworfen. Unter diesem Blickwinkel ist das bisher Gelesene interessant.

Allerdings fielen mir – um wieder in der ersten Person zu sprechen – Aussagen auf, die ich für ziemlich unsinnig halte. Zum Beispiel die Behauptung über den Drachen (Seite 180), oder die Interpretation des Satzes *Macht Euch die Erde untertan* (Seite 182), und auf Seite 183 schreibt der Autor: *Wenn er also (der Mensch) über diese innere Entwicklung zu viele Vorinformationen bekommt, so neigt er leider dazu, sich bestimmte Vorstellungen darüber zu machen. … Wir blockieren damit in unseren subtilen Körpern das, was sich auf ganz natürliche Weise entwickeln will.*

Mit diesem Abschnitt empfiehlt er mir eigentlich, sein Buch schleunigst wieder zu vergessen und seinen Anweisungen am besten erst gar nicht zu folgen. Denn allein schon das Garten-Kapitel, in dem dieser Abschnitt steht, steckt voller Vorstellungen, zu denen der Autor die Leser animiert.

Im besagten Kapitel (wenn ich mich nicht irre) ist auch von einer (geheimen) Sprache die Rede, in die das alte Wissen verpackt wurde. Ich vermute, hier geht es um die Sprache der Analogie. Doch genau diese Sprache wendet er nicht auf den Satz an, den er weiter oben anprangert. Den Satz *Macht Euch die Erde untertan*.

Nachdem ich  das Garten-Kapitel gelesen hatte, begann ich, das Buch von vorn zu lesen. Und nachdem ich den ersten Teil des 1. Kapitels hinter mir hatte, wusste ich: Ich hätte mir das Buch nie gekauft, hätte ich es gleich von vorn begonnen zu lesen. Denn dieser erste Teil beantwortet für mich eigentlich schon die letzte Seite. (Stichwort u.a.: blaues Blut)

Zitat letzte Seite:
*Wenn Sie die Frage ehrlich beantworten und aus Ihrer Antwort die richtigen Konsequenzen ziehen, werden Sie zu mehr Freiheit gelangen.*

Dies heißt nach meinem Verständnis:
Wenn ich glaube, der Vatan existiert auf physischer Ebene und geschichtlich, dann hänge ich an einem Gedankengebilde, das ich nähre, so wie ein Gläubiger seine Religion. Ich bin also nicht frei. Dies würde bedeuten, der Vatan ist erfunden.
Wenn ich aber jetzt beginnen würde, über den Vatan als hinterletzten Schwachsinn zu wettern, weil er frei erfunden ist, wäre ich ebenfalls nicht frei.
Der einzige Weg für mich, in dieser Angelegenheit frei zu sein ist der, zu sagen: Mir ist es völlig egal, ob und wie der Vatan existiert. Für mich zählt nur, was ich dem Vatan entnehmen kann, damit es mich zu mehr Freiheit führt.

Dies war der erste Teil meines Selbstversuchs. Weitere werden folgen. Denn ich werde Euch jetzt mit meinen Ansichten über den Vatan quälen, bis ich ihn ausgelesen hab. :-))

Ciao
Mario

Joomla templates by a4joomla