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Alles in Ordnung

Er stand in der dämmrigen Herrentoilette und blickte wie in Trance auf die blutverschmierten Wände. Karges Licht fiel durch die urinfarbene Glasscheibe einer Tür und tauchte den Raum in eine Atmosphäre, die seiner Bestimmung entsprach. Er ahnte, dass etwas Schreckliches geschehen war. Etwas, das sich nun Sekunde um Sekunde zur quälenden Gewissheit verdichtete.
Eine Tür, die direkt ins Freie führte, stand offen, und als gäbe es keinen anderen Weg als diesen, lenkte er seine Schritte hinaus auf den spärlich beleuchteten Vorplatz. Da lag sie. Stück für Stück. Scheibe für Scheibe. Akkurat in einzelne Körperteile geordnet. Ohne Knochen. Ohne Innereien. Nur Fleisch und Haut. Rein, weich, rosig. Wie das blühende Leben.

© Mario Ledermann 2004

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