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Die Nibelungen

Seit alter Zeit wird es besungen
im Heldenlied der Nibelungen,
dass einst ein Recke mit dem Schwert
im Drachenkampf den Ruhm gemehrt.

Für bare Münze wer dies nimmt,
der fragt sich kaum, was daran stimmt.
Der möchte sehen aus Fleisch und Blut
den starken Mann mit Heldenmut.

Doch hat er schon einmal bedacht,
was dieses Lied so wertvoll macht?
Es ist der Sinn, der sich erschließt,
wenn man nicht nur mit Ratio liest.

Das Schwert in Siegfrieds starker Hand
ist wie der schneidende Verstand,
der eindringt in das Element,
und Schein von echter Wahrheit trennt.

Mit diesem schneidenden Verstand
der Held den Drachen überwandt
in einer Höhle namens Brust.
Ein mancher nennt sie *unbewusst*.

Wie leuchtend roter Lebenssaft
floss nach dem Todesstoß die Kraft
des Tieres in den Helden ein
und machte ihn so fest wie Stein.

Ja, des Tieres Körpersäfte
weckten Siegfrieds Zauberkräfte,
die so unverstellbar klingen,
dass die Zweifler Hände ringen.

Überwindend die Natur
verstand er jede Kreatur.
Und drohte ihm einmal Gefahr,
dann machte er sich unsichtbar.

Sind Dir diese Werke nicht bekannt
aus dem fernen Morgenland?
Wenn nicht, dann lies statt Katechismen
Patanjalis Aphorismen.


© M. Ledermann 2006

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